Zu Besuch bei Unbekannten – als Couchsurferin durch Osteuropa, Diplomarbeit von Katharina Dubno

In meiner Diplomzeit reiste ich mittels der Gastfreundschaftsplattform Couchsurfing durch Osteuropa: 6 Länder - 18 Stationen - 3200 km - 2 Monate - 22 Gastgeber - 18 Couchsurfer und Temperaturen bis zu -26 °C. Als Couchsurferin gab ich für zwei Monate meine Privatsphäre auf, lebte bei fremden Menschen und suchte nicht einmal ein Hotel oder Hostel auf. Immer wieder ließ ich mich auf das Unbekannte ein, lernte nicht nur neue Lebensweisen kennen, sondern vor allem, dass es sich lohnt, Fremden mit Offenheit und Vertrauen zu begegnen. Jede Begegnung war anders und unwiederholbar – für beide Seiten (Gastgeber/Host und Reisender/Surfer) eine Bereicherung. Über meine Gastgeber hatte ich Zugang zu Menschen, die ich alleine niemals getroffen hätte, habe auf diesem Wege Vorurteile überwunden oder sie zumindest verstehen gelernt und einen Einblick in die osteuropäische Mentalität erhalten. Es hat sich gelohnt, den Mut aufzubringen, meinen Alltag und meine Verpflichtungen hinter mich zu lassen, den Weg als Ziel zu sehen und sich den Unbekannten zu öffnen.

Liebeswege - Glückliche ältere Paare erzählen von ihren Erfahrungen, Diplomarbeit von Melanie Bauer

Ist es möglich, ein Leben lang mit dem selben Partner glücklich zu sein? Wie schafft man es, sich nicht in den Irren und Wirren des Alltags zu verlieren, sich nicht auseinander zu leben? Wie vermeidet man, sich überdrüssig zu werden, zu nerven und zu streiten? Wie wappnet man sich vor der Gefahr, irgendwann nur noch nebeneinander her zu leben, statt miteinander? Im Buch "Liebeswege" erzählen acht glückliche ältere Paare von Ihren Erfahrungen mit der Liebe! Sie geben in einem ausführlichen Interview sehr intime Einblicke in ihre ganz persönlichen Erlebnisse: Wie gehen sie mit Streits um? Welche schweren Phasen hatten sie zu meistern? Wie wichtig sind Zärtlichkeiten? Ausserdem ließen sie fotografisch tief in ihr gemeinsames Leben blicken: Was unternehmen sie zusammen, wie sieht ihr gemeinsamer Alltag aus? Lernen Sie die Paare kennen und lassen Sie sich ein bisschen inspirieren!

Veröffentlicht – Privatshäre im Wandel, Diplomarbeit von Frauke Bönsch

Das Thema meiner Diplomarbeit sind die mit dem Eintritt in die Informationsgesellschaft auftretenden Verschiebungen zwischen dem Privaten und dem Öffentlichen. Neue Medien und Techniken bewirken nicht nur ein völlig neues Kommunikationsverhalten, sie wirken sich auch auf moralische Standards und die Kräfteverhältnisse zwischen Bürger, Staat und Wirtschaft aus. Eine Neuorientierung fällt innerhalb dieses rasanten Wandels schwer. Mit meiner Arbeit möchte ich hier Denkanstöße vermitteln und auf die anstehenden Herausforderungen für unsere Gesellschaft hinweisen.

Vietnam – meine fremde Heimat, Diplomarbeit von Thao Vu Minh

Am 11.09.1989 kam meine Familie und ich nach Deutschland. Letztes Jahr kehrte ich zum ersten Mal nach 20 Jahren in meine Heimat Vietnam zurück. Mein Ziel war, diese ganz besondere Reise meiner Diplomarbeit zu widmen. Ich habe oft von meiner Heimat geträumt und mich gefragt, wie es wäre, wieder dort zu sein. Das Land ist mir selbst fremd, da mein Leben nur an einem kleinen Fleck Vietnams stattgefunden hat. Ich wollte meine Heimat kennenlernen und mit Fotografien einen ganz persönlichen und kritischen Blick auf Vietnam aufzeigen.
In meinem Bildband »Vietnam - meine fremde Heimat« setzte ich den Fokus auf die Menschen. Die Fotografien zeigen die verschiedensten Facetten des alltäglichen Lebens der Vietnamesen, sie sind sowohl informativ als auch kritisch. Parallel dazu erzähle ich in zehn Kapiteln fragmentarisch Erlebnisse und Erinnerungen aus meiner Kindheit. Diese persönliche Note unterscheidet mein Buch von konventionellen Bildbänden.

Zeitflucht – Heute im Mittelalter, Diplomarbeit von Judith Wallerius

Die Fotos entstanden bei Besuchen auf verschiedenen Mittelaltermärkten in ganz Deutschland.
Mittelaltermärkte und -lager erfreuen sich seit Jahren zunehmender Beliebtheit und werden von den unterschiedlichsten Menschen als Gelegenheit genutzt, sich für eine Weile in eine andere Zeit und Welt zu versenken und sich dort in anderer Form neu zu erfinden. Sie bieten ganz unabhängig von der tatsächlichen Herkunft die Möglichkeit, frei zu entscheiden: will ich Ritter oder Edelfrau sein? Oder Bettler? Hexe?
Es ist eine Freiheit, die sich einem Erwachsenen in unserer Gesellschaft sonst nicht bietet, und so wirkt die Anziehungskraft des Schein-Mittelalters quer durch alle sozialen Schichten und über alle Altersgruppen hinweg. Gemeinschaftlich wird eine Illusion geschaffen und in ihr gelebt, und die Kulisse des Mittelalters wird unabhängig von der geschichtlichen Realität zu einer Projektionsfläche für ganz individuelle Wünsche und Bedürfnisse.

10 Personen und ihre 3 Gegenstände auf 30m², Vordiplomarbeit von Frauke Boensch

Für mein Vordiplom startete ich ein kleines Experiment, indem ich zehn Personen verschiedenen Alters, mit unterschiedlichen Interessen und Berufen in einen leerstehenden Raum einlud. Jede Person bat ich drei Gegenstände mitzubringen, die sie bei sich haben wollen würde, müsste sie auf unbestimmte Zeit in diesem Raum verweilen: Persönliche Gegenstände, die an etwas erinnern sollten, Dinge, die sie gerade beschäftigten, Sachen, die den Raum schöner machen sollten, oder einfach etwas, was gegen aufkommende Langeweile hätte helfen können.
Wie auch immer die Personen sich entschieden, sie projezierten einen Teil ihrer Persönlichkeit in den Raum. Ein Blick in diesem Raum eröffnete so Einsichten in den von ihm umschlossenen Menschen.


Zwischen den Zeiten – Pomiędzy czasami, Vordiplomarbeit von Katharina Dubno

In »Zwischen den Zeiten – Pomiędzy czasami« begegne ich meinem Heimatland Polen noch mal neu. Drei Wochen lang reise ich durch Schlesien, wo ich aufgewachsen bin. Fahre von Hier nach Dort, besuche  Menschen, versuche ihre Lebensweise, ihren Alltag festzuhalten. Es ist die Mischung aus Altem und Modernem, aus Natürlichkeit und Sterilität, aus Tradition und Fortschritt, die mich beeindruckt.


Slitscan - Experimentelle Analogfotografie, Vordiplomarbeit von Dominik Müller

Slitscan, was bedeutet das eigentlich? Im Prinzip ähnelt die Technik der eines Flachbild-Scanners:
Bei der Slitscan-Fotografie wird der Scanner durch eine analoge Spiegelreflexkamera ersetzt. Dabei wird eine Spaltmaske zwischen Objektiv und Filmebene eingebaut. Hinter dieser wird der Film, mittels der Filmrückspulkurbel, vorbeigezogen und belichtet. Durch die dauerhafte Drehbewegung, entsteht nicht ein Foto nach dem anderen, wie beim konventionellen Fotografieren, sondern ein Bild, das sich ohne Unterbrechung über die ganze Länge des Films erstreckt. Man könnte diesen Vorgang mit dem des Scannens vergleichen.
So entstehen amorphe Formen, spannende Verdichtungen, verblüffende Konstellationen – ein verzerrtes Abbild der Realität.
Es müssen aber nicht ausschließlich verzerrte Zufallsformen enstehen, mit der richtigen Technik lassen sich auch erstaunlich scharfe Ergebnisse, wie zum Beispiel unendliche Panoramaaufnahmen erzielen.

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